Gemeinsame Ziele fördern die Motivation und den Zusammenhalt im Team. Bei Teamzielen gilt der Spruch “Der Weg ist das Ziel” ganz besonders - denn der wahre Wert von Teamzielen liegt in der Teamarbeit. Die gemeinsame Projektarbeit und die zusammen erlebten Erfolge stärken die Motivation und lassen das Team zusammenwachsen. Gleichzeitig muss sich das Team aber auch auf plötzliche Veränderungen anpassen und flexibel reagieren können.
Als Product Owner ist es Deine Aufgabe, Teamziele festzulegen, aber dabei nicht die notwendige Flexibilität zu verlieren. Wichtig ist auch, die Unterscheidung gegenüber den individuellen Zielen zu beachten, um so jeden Mitarbeiter bestmöglich zu motivieren.
Individuelle Ziele und Teamziele
Neben den gemeinsamen Zielen oder Teamzielen werden in den meisten Unternehmen auch individuelle Ziele festgelegt. Häufig haben Mitarbeiter beide Ziele vereinbart: individuell und gemeinsam.
Beide Zielarten haben unterschiedliche Wirkungen auf Motivation und Leistung, welche neben dem Leistungsniveau auch von der individuellen Persönlichkeit beeinflusst werden. Die gezielte Kombination beider Zielarten kann bei Mitarbeitern zu einer deutlich gesteigerten Motivation und Leistung führen. Studien zeigen, dass sehr leistungsstarke Mitarbeiter von Individualzielen stärker motiviert werden als von gemeinsamen Zielen. Dennoch spielen Teamziele auch für leistungsstarke Mitarbeiter eine wichtige Rolle.
Dabei liegt der Schwerpunkt bei den Individualzielen vorrangig auf der Leistung der einzelnen Person, bei den Teamzielen ist das zu erreichende Ziel relevant, unabhängig von der Beteiligung des einzelnen am Erfolg.
Wie Du dynamische Teamziele festlegst, die das Team motivieren, erfährst Du in diesem Artikel.
Gemeinsames Festlegen von Teamzielen
Bereits für das Definieren der Ziele sollte das Team einbezogen werden. Das gemeinsame Erarbeiten der Ziele und Aktionsschritte führt bereits zu einem deutlich gesteigerten Teamgefühl. Beziehe auch im Brainstorming zu den Zielen bereits mögliche Hürden ein und lasse das Team Strategien zum Umgang mit diesen entwickeln.
Im Laufe des Projekts sorgen die zunehmenden Erfolge und das Abhaken kleinerer Zwischenziele für Erfolgserlebnisse und das Gefühl, gemeinsam an etwas Größerem zu arbeiten. Ein gemeinsames Tracking Verfahren hilft, dass sich alle beteiligt und eingeschlossen fühlen.
Die Teamziele sollten unbedingt an den Unternehmenszielen ausgerichtet sein, denn so ermöglichen sie eine klare Fokussierung auf wichtige Themen.
Auch die Rollen im Team sollte das Team selbst festlegen. So können Interessen und Talente der Mitarbeiter ideal eingesetzt und gefördert werden. Dies fördert das Vertrauen und die Motivation.
Mögliche Fehler bei Teamzielen
Auch wenn Teamziele viele Vorteile haben, erleben Unternehmen immer wieder, dass diese scheitern. Mögliche Gründe dafür, dass Teamziele nicht funktionieren sind:
Ziele werden vorgegeben
Wenn die Ziele von der Unternehmensleitung oder dem Projektmanager vorgegeben werden, ohne das Team einzubeziehen, kann dies zu Ablehnung im Team führen. Wenn sich die Mitarbeiter nicht mit den Zielen identifizieren können, fällt es schwer, diese zu akzeptieren. Umso wichtiger ist es, die Ziele direkt gemeinsam mit dem Team zu erarbeiten. Selbst erarbeitete Ziele sind verbindlicher und die Mitarbeiter fühlen sich für die Umsetzung verantwortlich.
Ziele sind zu niedrig
Vor allem leistungsstarke Mitarbeiter werden von Teamzielen weniger stark motiviert als von ihren Einzelzielen. Wenn nun die Teamziele zudem keinerlei Herausforderung darstellen, verlieren diese Mitarbeiter schnell das Interesse. Dies gefährdet den positiven Effekt des Teamzusammenhalts. Die gemeinsam erarbeiteten Ziele sollten erreichbar sein, aber dennoch eine Herausforderung darstellen.
Keine Erfolge
Wenn der Zeitraum für das Ziel zu lang gewählt ist, bleibt die Motivation irgendwann auf dem Weg auf der Strecke. Kleine Ziele und Zwischenziele ermöglichen das gemeinsame Feiern von Erfolgen und erzeugen das Gefühl von Fortschritt.
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Tipps für Teamziele festlegen
Zusätzlich zum Vermeiden der oben genannten Fehler gibt es noch einige Tipps, die zum erfolgreichen Einsetzen und Umsetzen von Teamziele beitragen:
Teamziele schriftlich festhalten.
Die Ziele sollten schriftlich festgehalten werden, so dass alle Beteiligten jederzeit Zugriff haben und die Ziele klar verstehen. Dazu ist es wichtig, die Ziele klar zu formulieren. Zur Formulierung von Zielen gibt es verschiedene Methoden wie z.B. die SMART Regel.
Ziele messbar machen
Um die Ziele auf dem Weg überprüfen zu können und Zwischenerfolge zur Motivation zu nutzen, sollten nicht nur die Ziele, sondern auch messbare Schritte formuliert werden.
Eine Möglichkeit dazu ist die OKR – Methode. Diese bedeutet Objectives und Key Results, also Ziele und Schlüsselergebnisse. Neben den Zielen werden auch notwendige Schritte zur Erreichung festgelegt. Diese können dann regelmäßig überprüft werden. Was uns zum nächsten Punkt bringt:
Regelmäßige Überprüfungen
Die Teams sollten sich regelmäßig treffen um die Ziele und Ergebnisse zu überprüfen und eventuell Korrekturen vornehmen zu können. Da neben dem Erreichen des Ziels der gewünschte Effekt von Teamzielen die bessere Kommunikation im Team ist, sind diese Meetings besonders wichtig. Sie bieten die Möglichkeit zum Austausch über die Arbeitslast und auch über mögliche unvorhergesehen Änderungen zu sprechen.
Der regelmäßige Austausch stärkt den Teamzusammenhalt und bietet auch die Gelegenheit, Erfolge gemeinsam zu feiern.
Mission first: Vision, Mission, Ziele
Ein Team ist nur so gut wie sein Auftrag. Ohne eine attraktive Vision, eine tragfähige Mission und ambitionierte Ziele wird ein Team nicht über sich hinauswachsen. Gute Leistungen sind auch so möglich, für mehr braucht es die Kette aus dreien, und zwar vom Team selbst erarbeitet.
- Vision: Wohin wollen wir? Erarbeitet, indem ihr euch mit den Stärken und Schwächen des Teams befasst und benennt, was ihr erreichen wollt.
- Mission: Auf welchem Weg? Sie muss realistisch und für jeden im Team nachvollziehbar sein.
- Ziele: Welche messbaren Zwischenschritte? Dazu feste Termine, an denen ihr den Fortschritt anseht und nachsteuert.
Ein Ziel ist gut. Ein Weg dorthin ist besser. Deshalb gehören beide betrachtet.
Drei Fehler, die Teamziele zuverlässig entwerten
- Ziele werden vorgegeben und das Team hat keinen Einfluss darauf. Das führt zu Ablehnung und dazu, dass sich niemand mit ihnen identifiziert.
- Ziele sind zu niedrig gesetzt. Stellen sie keinerlei Herausforderung dar, verlieren die Beteiligten schnell das Interesse.
- Es gibt keine Zwischenerfolge. Ist der Zeitraum zu lang gewählt, bleibt die Motivation unterwegs auf der Strecke.
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Häufige Fragen
Wie legt man wirkungsvolle Teamziele fest?
Wie stellt man sicher, dass Teamziele auch wirklich umgesetzt werden?
Was tun, wenn das Team bei der Zielerreichung nicht vorankommt?
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