In der heutigen dynamischen und schnelllebigen Geschäftswelt sind agile Führungskräfte unverzichtbar. Sie sind die treibende Kraft hinter erfolgreichen Projekten und Teams, insbesondere in Rollen wie Projektleiter:innen, Product Owner und Scrum Master. Doch was genau macht eine gute agile Führungskraft aus? Welche Werte soll sie vermitteln und welches Mindset besitzen?
Vision und Zielsetzung
Eine herausragende agile Führungskraft stellt eine klare Vision bereit, an der sich die Mitarbeiter orientieren können. Diese Vision dient als Leitstern und gibt dem Team eine Richtung. Darüber hinaus setzt sie messbare und klare Ziele, beispielsweise durch die OKR-Methode (Objectives and Key Results). Diese Ziele sind nicht nur ambitioniert, sondern auch erreichbar und bieten den Mitarbeitern eine klare Orientierung.
Servant Leadership
Ein zentrales Element agiler Führung ist das Konzept des Servant Leadership. Anstatt eine hierarchische „ihr-macht-was-ich-sage“-Mentalität zu pflegen, führt eine agile Führungskraft nach dem Prinzip „wie-kann-ich-euch-dienen“. Sie sieht ihre Rolle darin, das Team zu unterstützen und Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Diese dienende Haltung fördert ein Umfeld, in dem Mitarbeiter ihre besten Leistungen erbringen können.
Soziale Kompetenz und Kommunikation
Soziale Kompetenz ist eine weitere Schlüsselqualifikation. Eine agile Führungskraft muss in der Lage sein, effektiv zu kommunizieren, zuzuhören und Empathie zu zeigen. Sie fördert eine offene Feedback-Kultur, in der Lob und konstruktive Kritik gleichermaßen Platz haben. Regelmäßige Retrospektiven sind ein wichtiges Instrument, um den Teamprozess kontinuierlich zu verbessern und das eigene Handeln zu reflektieren.
Fehlerkultur und Lernbereitschaft
Fehler sind in agilen Umgebungen nicht nur erlaubt, sondern werden als Chancen zur Optimierung gesehen. Eine gute agile Führungskraft gesteht sich selbst und ihren Mitarbeitern Fehler ein und nutzt diese als Lernmöglichkeiten. Diese Haltung fördert eine Kultur des Vertrauens und der kontinuierlichen Verbesserung.
Selbstorganisation und Vertrauen
Agile Führungskräfte verlassen sich auf ihre Mitarbeiter und fördern die Selbstorganisation. Sie geben den Teams die Autonomie, ihre Arbeit selbst zu planen und Entscheidungen zu treffen. Dies stärkt das Verantwortungsbewusstsein und die Motivation der Mitarbeiter.
Werte und Mindset
Eine agile Führungskraft lebt Werte wie Ehrlichkeit, Offenheit und Zuverlässigkeit vor. Sie hält sich an ihr eigenes Commitment und ist pünktlich. Diese Eigenschaften schaffen Vertrauen und Respekt im Team. Zudem hört sie ihren Mitarbeitern aktiv zu und zeigt eine wertschätzende Haltung.
Förderung agiler Arbeitsweisen
Agile Methoden wie Scrum werden nicht nur eingeführt, sondern auch aktiv gelebt. Die Aufgabenplanung erfolgt gemeinsam, zum Beispiel im Rahmen von Sprint Plannings. Regelmäßige Retrospektiven helfen, den gesamten Ablauf zu optimieren und kontinuierlich zu verbessern.
Der Weg zur agilen Führungskraft
Der Weg zur agilen Führungskraft ist ein Reifeprozess, der viel mit Selbsterfahrung, Reflexion und dem Aufbau sozialer Kompetenzen zu tun hat. Es erfordert kontinuierliches Lernen und die Bereitschaft, sich selbst und die eigenen Methoden ständig zu hinterfragen und zu verbessern.
Fazit
Eine gute agile Führungskraft ist mehr als nur ein Manager. Sie ist ein Visionär, ein Unterstützer, ein Kommunikator und ein Lernender. Sie schafft ein Umfeld, in dem Teams gedeihen und ihre besten Leistungen erbringen können. Durch die Vermittlung klarer Werte und die Förderung eines agilen Mindsets trägt sie maßgeblich zum Erfolg von Projekten und zur Zufriedenheit der Mitarbeiter bei.
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